Rückblick Veranstaltungen

Kabarett mit Mia Pitroff und A-Cappella mit Unduzo vom 12.10.2018

Vor ziemlich genau fünf Jahren startete das Kulturwerk Rintheim mit seiner ersten Abendveranstaltung vor ausverkauftem Haus.

Monika Gollinger, die erste Vorsitzende, ließ  zu Anfang die letzten fünf Jahre Revue passieren und konnte mit beeindruckenden Zahlen aufwarten: So hatten wir in den vergangenen Jahren bei elf Veranstaltungen über 2000 Zuschauer zu Gast und präsentierten 53 Künstler!

Auch am 12.10.18 konnten sich die eingeladenen Künstler, die Kabarettistin Mia Pitroff und die Gruppe Unduzo an voll besetzten Zuschauerrängen erfreuen.

Die Rintheimer Zuschauer – wie immer – begeisterungsfähig und enorm interaktiv. Gleich zu Beginn stimmte Unduzo „Hey Jude“ an und animierte das Publikum zum Mitsingen. Die perfekt eingespielte A-Capella-Gruppe sang und performte ihre Songs auf höchstem Niveau. Derart inspiriert ließen sich die Zuschauer auf Anweisung zu verschiedenen Geräuschimitationen und Knurrlauten hinreißen.

Mia Pitroff aus Franken hatte eine sehr anstrengende Anreise per Bahn hinter sich und schaffte es dennoch leicht und mühelos, das Publikum in ihre philosophischen Überlegungen einzubeziehen: Man ist jung oder alt. Aber was ist man dazwischen – einfach nur da?

Auch die treffsicheren und schmerzfreien Informationen über die unterschiedlichen männlichen Deo-TypenSpray, Roller, Kristallkratzer und Deopads könnten sich noch einmal als hilfreich erweisen.

Und was bringt uns ein Buddhismus-Wochenende auf einer unbeheizter Burg in einer gemischtgeschlechtlichen Gruppe jeglichen Alters? Die Gäste des Kulturwerks wissen darüber nun bestens Bescheid!

Auch an diesem – wiederum von Marie Walther moderierten Abend – durften die Künstler nicht ohne Zugabe von der Bühne gehen.

Wir sind stolz, inzwischen regelmäßig so viele Gäste zu unseren Veranstaltungen begrüßen zu dürfen!
Maja Walther

Fotos des Abends von Felix Thomas:

 

Bernd Kohlhepp und Trio Hautsch-Baldu-Wollasch vom 02.03.2018

Let us entertain you – Ausverkauftes Haus bescherten dem Kulturwerk Rintheim der bekannte Kabarettist Bernd Kohlhepp und das hochkarätige Trio Hautsch-Milliot-Wollasch.

Bekannte Songs u. a. von Freddie Mercury und Paul Simon auf ganz eigene Weise interpretiert von Sandie Wollaschs facettenreicher Stimme, gefühlvoll bis rockig begleitet von Gitarrist Matthias Hautsch und Percussionist Marcel Millot- ein Genuss für jeden Musikkenner. Unser Publikum wusste die grandiose Leistung des Trios zu schätzen!

Und dann wagte sich ein echter Schwabe auf die Bühne: Bernd Kohlhepp im knallgrünen Anzug  ließ den Musterschwaben Herrn Hämmerle aus Bempflingen – wer kennt es nicht – von der Leine! Und es gab Unterstützung aus dem Publikum, denn auch hier fanden sich auf Herrn Hämmerles energische  Nachfrage tatsächlich einige Schwaben.

Bernd Kohlhepp, der auch gesanglich überzeugte (Elvis lässt grüßen), platzierte seine Pointen treffsicher und pflegte sofort guten Kontakt mit dem Publikum – ob es wollte oder nicht.

Grandios dann das schwäbisch-englische Duett von Sandie Wollasch und Herrn Hämmerle frei nach Stings „Englishman in New York“.

Der Abend wurde wiederum versiert moderiert von Marie Walther und endete – der späten Stunde entsprechend  – mit der Zugabe des musikalischen Trios: einem selbst komponierten Schlaflied.

Wir danken herzlich allen Helfern und treuen Unterstützern des Kulturwerks Rintheim und freuen uns auf die nächste Veranstaltung.
Maja Walther

Fotos des Abends von Felix Thomas:

 

TrioConBrio Weihnachtskonzert vom 17.12.2017

TrioConBrio – das kleinste Orchester der Welt. Ein mit Flöte, Bratsche und Gitarre außergewöhnlich besetztes Trio. Virtuose, temperamentvolle und mit unglaublicher Präzision gespielte Kammermusik ist ihr Markenzeichen. Zum Weihnachtskonzert spielten sie Werke von Bach, Molino, Brahms, Dumigan und Schubert.
Fotos von Felix Thomas:

 

Martin Frank + Acoustic Instinct vom 13.10.2017

Wer sich am Freitag, den 13.10.17, dem vermeintlichen Unglückstag, aus dem Haus und zur Veranstaltung des Kulturwerks Rintheim wagte, wurde reichlich belohnt , denn er erlebte einen besonders kurzweiligen Abend der Sonderklasse.

Das Duo Acoustic Instinct, bestehend aus Paul Brenning und Julian Knörzer , sowie der Kabarettist Martin Frank boten vergnügliche Unterhaltung auf hohem Niveau,

Die beiden Mundakrobaten ließen ohne Hilfe von Instrumenten Klänge, Musikstücke und Geräusche aller Art entstehen und erzeugten damit Bilder von Meeresküsten inklusive Möwegeschrei und Flipper, eine Waschmaschine startete , und man sah einen geräuschvoll untermalten Fensterputzer bei seiner engagierten Arbeit. Das Rintheimer Publikum honorierte dies sowie die eingängigen Beatboxing-Rhythmen mit einer rhythmischen Welle durch die Stuhlreihen. Denn auch Mitmachen war angesagt!

Und Martin Frank- ja mei- diesen bayrischen Burschen, schlossen die Zuschauer sofort in ihr Herz. Vom niederbayerischen Bauernhof in den Großstadtdschungel Münchens geworfen, ausgestattet mit Bauerregeln („zuerst kommt das Rindvieh, dann erst Du“) und Anstandsregeln von der lieben Oma ( „immer brav hinten anstellen“).

Diese Herausforderung schilderte Martin Frank mit Leidenschaft. Er musste erfahren, dass man auf dem U-Bahnsteig  in München mit Hintenanstellen nicht weit kommt, weil  eben auch hier die Rindviecher zuerst kommen.

Sein Versuch, per blind date seinem Singledasein ein Ende zu setzen, brachte  leider nicht den gewünschten Erfolg. Die folgende Begegnung zwischen „Besamer92“ und „MissÜberraschung“ endete für ihn mit einem  fragwürdigen Tattoo unterhalb der Gürtellinie.  Und wer hätte es gedacht:  Martin Frank überraschte uns  darüber hinaus mit einem wunderbaren Bariton z.B. beim Abgesang auf ein „verrecktes Hendl“  (definitiv kein Playback!) .

Den locker von Marie Walther moderierten Abend beendeten  schließlich zwei vehement eingeforderte Zugaben der Künstler.

Wir freuen uns, wiederum den Geschmack unseres Publikums getroffen zu haben und danken unseren treuen und den neu hinzu gekommenen Zuschauern.

Maja Walther

Fotos von Felix Thomas:

 

Open-Air Konzert mit Peter Götzmann vom 15. Juli 2017

Festivalstimmung

…die hatten wir bei unserer zweiten Kooperationsveranstaltung am 15. Juli 2017 auf dem Außengelände des TSV Rintheim.

Im Rahmen eines Open-Air Konzerts präsentierten wir an diesem schönen – wenn auch nicht lauen –  Sommerabend „Peter Götzmanns Jazz Hop Rhythm“. Unter der Leitung des versierten Band Leaders Peter Götzmann brachten die sechs versierten Musiker Hits wie History und Waltzing Matilda auf ihre ganz eigene Art zur Geltung.

Besonders Sänger Mario Götz beeindruckte mit seiner markanten Stimme.

Näheres über die Band erfuhren wir durch unsere Moderatorin des Abends, Marie Walther, die Peter Götzmann auch noch einige Bandgeheimnisse entlocken konnte. So scheint es fast, als wäre das Vergessen des eigenen Instruments eine Berufskrankheit. Glücklicherweise fehlte an diesem Abend weder Kabel noch Arbeitsgerät.

So fanden an diesem Abend Sportler und eigens zum Konzert hinzu gekommene Gäste zusammen. Nur ungern und nach einer Zugabe ließ man die Band am Ende ziehen.

Die Musiker waren begeistert von der ungewöhnlichen Bühne und entspannten Atmosphäre unter freiem Himmel.

Unser Dank geht an den TSV für die gute Organisation und Zusammenarbeit.

Maja Walther

Fotos von Felix Thomas:

 

Kulturveranstaltung vom 31. März 2017

4 Saxophone: „Balanced Action“ und Lesung mit Pierre M. Krause

Schwarzwaldgeschichten und Saxophonklänge
Am Freitagabend, den 31.3.2017 gaben sich Balanced Action und Pierre M. Krause die Ehre bei der diesjährigen Frühjahrsveranstaltung des Kulturwerks Rintheim. Ab 20 Uhr begeisterten sie vor ausverkauftem Haus mit lauten wie leisen Tönen. Balanced Action, vier Frauen mit vier Saxophonen, stimmten die Zuschauer mit bekannten und schwungvollen Liedern auf den Abend ein und brachten die Leute immer wieder zum Klatschen und Schnippsen, wenn sie Dave Brubeck mit „Take Five“ oder „Hit the road, Jack“ aufspielten. Allein die Saxophone waren einen zweiten Blick wert, waren sie doch unterschiedlich in Form und Größe, wodurch die Stimmen Tenor, Alt und Bariton gespielt werden konnten.

Unser Moderator, Herbert Antl, leitete wie immer geschickt von der Musik auf unsere Wortkunst über. So konnte Pierre M. Krause unter warmem Willkommensapplaus die Bühne betreten und sein Buch präsentieren. Darin erzählt er von seinem Leben auf dem Land, nämlich im Ort Neuweier, den Herr Krause einige Zeit seine Heimat nannte. Er hat allerlei kauzige, geheimnisvolle, aber auch bürgerlich spießige Menschen getroffen, die nun alle in kleinen Geschichten in „Hier kann man gut sitzen“ verewigt worden sind. So lernte er Frau Huber (Big Huber) kennen, die alles, aber wirklich alles über die Leute im Dorf weiß und über die Fähigkeit verfügt mit einer Kreditkarte Wohnungstüren zu öffnen. Zum Einsatz kam diese Fertigkeit, als Herr Krause an der Haustür ein Paket von Frau Huber entgegennahm und ihm doch tatsächlich die Wohnungstür zufiel. Prekär war dabei, dass er zu diesem Zeitpunkt, nämlich früh am Morgen, leider nur Unterhosen trug. Wie jetzt wieder in die Wohnung kommen, ohne den Türschlüssel in der Unterhose versteckt zu haben? Einfach Big Huber fragen, die ältere Dame öffnet Ihnen mit ihrer Kreditkarte ganz einfach die Tür. Aber auch die junge Generation im Dorf hat einiges zu bieten. So wurde die Geburtstagsfeier von Tobias, dem Finanzwirt, dank dessen föhnender Toilette zum Alptraum. Neben dem übermäßigen Genuss von Alkohol und der daraus resultierenden Übelkeit wurde Herr Krause natürlich auch als der aus dem Fernsehen erkannt. Dass er diverse Autogramme letztendlich mit Jörg Pilawa unterschrieb und sich bis heute die Legende im Dorf hält, dass Herr Pilawa bei Tobias Geburtstagsfeier in das Gebüsch gekotzt hat, ist nur eine von vielen bleibenden Erinnerungen für ihn und die Dorfbewohner. Die Dorfidylle kann trügerisch sein. Überall sind Augen und Ohren, die es auf jede nur erdenklich Information abgesehen haben und wenn der Vorgarten nicht in bester Ordnung ist, wird man doch glatt für tot gehalten.

Als um 22.30 Uhr die letzte musikalische Zugabe verklungen und die letzten Lachtränen aus den Augen gewischt worden waren, endete der Abend mit viel Applaus und Vorfreude auf die nächste Veranstaltung. Wir bedanken uns wie immer bei allen helfenden Händen und Unterstützern.

Das nächste Mal präsentiert sich das Kulturwerk beim Sportfest des TSV Rintheim, bei dem Peter Götzmanns Jazz Hop Rhythm für Stimmung und tanzbaren Klänge sorgen werden.
Im Herbst erwarten wir Acoustic Instinct und Kabarettist Martin Frank, die wie immer das beste aus der Welt der Wort- und Musikkunst vortragen werden.
Marie Walther

 

Weihnachtskonzert vom 18. Dez. 2016

„liebe alte Weihnachtslieder“ mit Annette Postel + Daniel Kaiser

Am vierten Advent hatte das Kulturwerk  Rintheim zu einem Weihnachtskonzert in die evangelische Kirche „Zum Guten Hirten“ in Karlsruhe-Rintheim eingeladen.

Mehr als 200 Gäste gönnten sich diesen musikalischen Genuss in der turbulenten Vorweihnachtszeit.

Die weithin bekannte Sängerin Annette Postel, die sonst eher mit Opernparodien und Musikkabarett glänzt, brachte “liebe, alte Weihnachtslieder“  zu Gehör. Mit ihrer wunderbaren Singstimme füllte sie mühelos den gesamten Kirchenraum und berührte die gebannt lauschenden Zuhörer zutiefst. Feinfühlig begleitet wurde Annette Postel von Daniel Kaiser an der Orgel. Er entlockte dem Instrument nicht  nur klassische Töne sondern auch wohltuend modern interpretierte Weisen.

Das anspruchsvolle Programm, bei dem teilweise auch mitgesungen werden konnte (und das nicht schlecht ), wurde ergänzt durch ein Gebet des Hausherrn, Pfarrer Weber, der auch zum anschließenden Ausklang mit Glühwein, Punsch und Gebäck einlud.

Das begeisterte Publikum entließ die Künstler erst nach drei Zugaben und mit standing ovations.   –   Maja Walther

Fotos von Irmgard Bierbaum:

 

Kulturveranstaltung vom 18. November 2016

Kabarett meets A Cappella

mit den Kratzbürsten + beTONt männlich

Einen vergnüglichen Abend mit ausverkauftem Haus konnten wir am 18.11.2016 erleben. Die 180 Gäste erfreuten sich an der gut gelaunten a cappella –Truppe „beTONt männlich“  und den beiden Komödianten „Die Kratzbürsten“, die Bissiges, Nachdenkliches und Märchenhaftes präsentierten.

So ließ sich eine sehr männlich anmutenden Renate Schmitt in Sachen Doping vom Spezialisten beraten, wobei der Sport selbst zu Nebensächlichkeit wurde. Kai Troeger unternahm mit uns eine Reise in die Karlsruher Umgebung, wo einige Menschen auf dem „Berghausen“ und  die „Herrenwies“ ein für Frauen unwegsamer „Mühlacker“ ist.

Andrè Richter schlüpfte sehr anschaulich in die Rolle der Oma an der Kassenschlange und brachte die Kassiererin zum Schwitzen. Zum krönenden Abschluss versöhnte sich ein Ehepaar beim Scheidungstermin nach längerem Nachdenken „der Kinder zuliebe“.

BeTONt männlich gewann das Publikum in Windeseile für sich, auch wenn  – wie der Name  dies vielleicht vermuten lässt – keine Hüllen fielen. Mit hoher gesanglicher Qualität präsentierten sie Songs von  Rolf Zuckowski bis Michael Jackson und John Miles. Wir befanden uns zwischen Huhn und Hahn in der Weihnachtsmetzgerei und gewannen neue Erkenntnisse zum Thema Sex, Lauch und Licht. Die Sänger glänzten in ihren Rollen als Enrique Iglesias und dem Bratislava-Lover. Für ihre Verwandlung benötigten sie nur eine Sonnenbrille.

Der Abend wurde flott moderiert von Marie Walther und endete – wie immer später als gedacht  -mit einer grandiosen Zugabe und begeisterten Zuschauern.  –  Maja Walther

Fotos von Tina Kromer:

 

Open-Air Konzert mit MusicPool vom 09. Juli 2016

Open-Air-Veranstaltung „Funk & Soul mit Music Pool“ in Kooperation mit und auf dem Sportgelände des TSV Rintheim, Mannheimer Str. 2a
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Es gibt ihn noch, den perfekten Sommerabend, auch wenn man in diesem Sommer ernsthaft daran zweifeln kann.

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Am diesem Samstagabend passte einfach alles: Herrliches Wetter, malerischer Sonnenuntergang, Cocktails und gute Musik. Zum Abschluss des TSV- Sportfestes spielte die vom Kulturwerk Rintheim engagierte Band Musicpool unter freiem Himmel auf und lockte zahlreiche Gäste auf die Tanzfläche im Grünen. Bis zum letzten Ton der ansprechenden Klänge, die auch zum Mitsingen animierten, wurde schwungvoll getanzt – und das bis kurz vor Mitternacht.

Kulturschwein1Vielen Dank  allen Mitwirkenden, Helfern und Sponsoren, die diese Kooperationsveranstaltung zwischen Kulturwerk und TSV Rintheim erst möglich machten. – Maja Walther

 

 

 

Fotos von Tina Kromer:

Kulturveranstaltung vom 13. März 2016
mit Poetry-Slam und Jazz

Mit Wortgewalt und Jazzträumen

Wenn Wort und Musik aufeinandertreffen und sich unterhaltsam zu einem launigen Abend ergänzen, dann hat das Kulturwerk Rintheim seine Finger im Spiel. Mit Jazz und Poetry-Slam-Texten trafen am Freitagabend, 11.03.2016, im ausverkauften Gemeindesaal St. Martin zwei sehr unterschiedliche Genres aufeinander. Während Peter Lehel, unterstützt durch sein Ensemble der Musikhochschule Karlsruhe, die Zuschauer zum Mitwippen brachte, hat die Wortkunst der Poerty Slammer zum Nachdenken, Schmunzeln und Lachen angeregt. Stefan Unser erzählte davon, wie die Menschen schon am frühen Morgen eine Gesichtsenttäuschung erleiden und die Enttäuschung den ganzen Tag nicht mehr aus dem Gesicht weichen will. Carolin Süß wusste virtuos mit der griechischen Mythologie umzugehen und diese nicht nur mit Reimen bildgewaltig wiederzugeben, sondern erklärte auch ganz nebenbei, woher der Name Lamborghini eigentlich kommt. Philipp Scharrenberg nahm kein Blatt vor den Mund und die Religion auf die Schippe – und das im katholischen Gemeindesaal. Darauf folgte seine Ode an das Buch, welche er dialogartig vortrug und dabei den Verfall der deutschen Sprache ironisch umkehrte, indem er zwei Herren davon berichten ließ, wie sich die Jugend wieder dem Buch zuwendet und „trefflich“ zu formulieren weiß.

Seinen Abschluss fand der Abend auf musikalischer Seite durch Peter Lehel, der mit seinem selbstkomponierten Husarenritt den Schlussakkord setzte.

Das Kulturwerk Rintheim freut sich sehr über den großen Zuspruch bei dieser Veranstaltung.

Marie Walther

Fotos von Bernadette Wozniak-Fink:

Lebendiger Adventskalender am 20.12.2015:

„Winterwichtel basteln mit Plausch bei Punsch und Glühwein“

Am vierten Advent fand der stimmungsvolle Ausklang des diesjährigen lebendigen Adventskalenders statt. Man traf sich im liebevoll dekorierten Hof der Rintheimer Hauptstr. 84, wo sich im Nu Weihnachtstimmung verbreitete. Das Angebot, mit dem vorbereiteten Material und Werkzeug in kurzer Zeit einen hübschen Weihnachtwichtel zu basteln, ließen sich die zahlreichen Kinder, aber auch einige Erwachsene, nicht entgehen. Aus Holzstücken, Perlen, Stoff und Nägeln entstanden die unterschiedlichsten Wichtel, wobei gerade die Kinder mit viel Einfallsreichtum und Kreativität ans Werk gingen. So trug am Ende mancher Wichtel statt roter Nikolausmütze eine weiße Pelzkappe!

Alle Gäste stärkten sich mit Gebäck, Kinderpunsch oder Glühwein und gönnten sich eine kurze Pause vom allgemeinen Weihnachtstrubel.

Der lebendige Adventskalender konnte sich auch in diesem Jahr über regen Zuspruch freuen. An dieser Stelle nochmals herzlichen Dank an alle, die zu gutem Gelingen beigetragen haben.


Lebendiger Adventskalender am 18.12.2015:

„Nachtwächterführung im Advent“

Am Freitagabend wurde das 5. Türchen des Lebendigen Adventskalenders beim Kulturwerk Rintheim geöffnet.

Der Rintheimer Nachtwächter, in Gestalt von Herrn Weber, eröffnete die Veranstaltung mit dem Nachtwächtergesang – „Hört ihr Leut‘ und lasst euch sagen,…“.

Alle Teilnehmer bekamen ein Kerzenlicht in die Hand und es entstand eine vorweihnachtliche Atmosphäre. An jeder der angelaufenen Stellen in Rintheim erzählte der Nachtwächter von historischen Ereignisse und Geschichten, passend zu diesem Ort.

Gestartet wurde beim TSV-Parkplatz, es ging weiter über die Ernststraße 19 zum Innenhof mit der Notkirche, welche nach dem Krieg genutzt wurde. Weitere Stationen waren der „Alte Rathausplatz“, der „Platz der Rintheimer Einheit“ an der Wendeschleife, sowie der Kirchenvorplatz „Zum Guten Hirten“. An jedem dieser Orte erfuhren die 30 Teilnehmer des Rundgangs interessante Hintergründe über die Geschichte Rintheims. Passend zu den Nachtwächtererzählungen wurde auch jeweils ein Lied angestimmt. Zum Abschluss gab es im Vorraum der Kirche zum Guten Hirten Gebäck, Tee und Glühwein. Bei interessanten Gesprächen an den adventlich geschmückten Stehtischen ging diese lebendige Adventskalender-Veranstaltung zu Ende. Vielen Dank an alle Beteiligten, insbesondere an unseren Nachtwächter, Herrn Pfarrer Weber und seine Frau.

Michael Kadisch


 

Lebendiger Adventskalender am 13.12.2015:

„Weihnachtsrap im illuminierten Garten“

Ein Lichtermeer aus Kerzen, Feuer und Lichterketten empfing die Gäste im         Hirtenweg 42 bei der 4. Veranstaltung im Rahmen des diesjährigen lebendigen Adventskalenders.

Schon alleine die Illumination in dem wunderschönen Garten wäre eine Attraktion für sich gewesen. Dem aber nicht genug, war entsprechend des angekündigten Mottos „Weihnachtsrap im illuminierten Garten“, der seit 9 Jahren aktive Rapper Onz3 in den Garten geladen.

Patrick Kehl alias Onz3 hat extra für die Veranstaltung des lebendigen Adventskalenders einen Rap auf „kling Glöckchen klingelingeling“ produziert, dessen Premiere vor begeistertem Publikum stattfand.

Um das Programm abzurunden, rappte Onz3 auch weitere eigene Songs mit sehr emotionalen Texten, die durch eigenes Erleben entstanden sind. Das Erlebnis war für die meisten im Publikum mal eine ganz andere Art in weihnachtliche Stimmung zu kommen.

Die Gäste waren begeistert von den Songs und wollten gerne noch eine Zugabe von dem aufstrebenden Rapper, der sich nicht lange bitten ließ. Auch die CD´s fanden ihre Abnehmer.

Den Abend rundete die Gastfreundschaft von Isolde und Achim bei leckerem selbstgemachtem Punsch, Glühwein und selbstgebackenen Plätzchen ab.

Ein insgesamt sehr schönes „Türchen“ im lebendigen Adventskalender Rintheim.

Vielen Dank an Isolde und Achim!!!

Simone Tanger

Lebendiger Adventskalender am 11.12.2015:

„Freunde feiern gemeinsam“ – Heinrich-Köhler-Schule

Die Verantwortlichen der Heinrich-Köhler-Schule hatten sich gleich bereit erklärt, die Idee des lebendigen Adventskalenders des Kulturwerks Rintheim mit zu unterstützen und ein „Türchen“ zu gestalten.

Nur dadurch ist es möglich ein buntes und vielseitiges Programm für den lebendigen Adventskalender auf die Beine zu stellen.

Entsprechend herzlich hat die Schule die Gäste am 11.12.2015 unter dem Motto „Freunde feiern gemeinsam“ empfangen.

Die Grundschülerinnen und -Schüler hatten sich hübsch angezogen und waren sichtlich aufgeregt vor ihrem Auftritt, hatten aber offensichtlich auch viel Freude daran das mit der Erzieherin einstudierte Stück vorzutragen.

Mit Tanz und Gesang boten sie den beliebten Weihnachtssong „Jingle Bells“ zum Besten.

Jede/r hatte ein Glas mit Kerzenschein in der Hand um die entsprechende Atmosphäre zu unterstreichen.

Im Anschluss lud die Elternschaft noch zu leckerem Punsch und Kuchen. Den haben sich die Gäste gerne schmecken lassen.

Für Interessierte führte Herr Bredl (Rektor der Schule) stolz durch die neu umgebauten Räumlichkeiten der Schule, die nun über eine moderne Kantine und Räume zum Spielen – und tollem Spielzeug – verfügt. Darüber hinaus gibt es auch spezielle Räume die für Ruhephasen genutzt werden können. Die Kinder können sich also rundum wohl fühlen, was sie auch ganz offensichtlich tun.

Überhaupt war die ganze Schule liebevoll dekoriert. Man spürt in jedem Raum, dass das ganze Schulkonzept von Menschen mit viel Engagement geprägt ist.

Für mich ein positives Erlebnis die Schule näher kennen zu lernen!

Vielen Dank an der Stelle an alle Beteiligten, die dieses „Türchen“ vom lebendigen Adventskalender möglich gemacht haben.

Simone Tanger

Lebendiger Adventskalender am 6.12.2015:

Rund um ein stimmungsvolles Feuer im Innenhof der Rintheimer Hauptstr. 81-83 versammelten sich am Nikolaustag viele kleine und große Nikoläuse aus Rintheim. Geboten wurde „Weihnachtliches rund um den Nikolaus“, veranstaltet von den Familien Schroiff und Williams.
Erzählt und gespielt wurde die Geschichte von Glisglis, dem kleinen Siebenschläfer, der jedes Jahr das Erscheinen von Sankt Nikolaus verschläft. Unter Einsatz aller Tiere im Wald, dargestellt von einer größeren Kinderschar, gelang es, Glisglis rechtzeitig zu wecken, so dass er endlich Sankt Nikolaus sehen konnte. Die Geschichte endete damit, dass er nicht mehr auf seinen Baum zurückkehrte, sondern glücklich in der Manteltasche von Sankt Nikolaus einschlief. Die Geschichte wurde stimmungsvoll von Musik und Tiergeräuschen aus allen Ecken des Innenhofs begleitet.
Zum Abschluss dieses schönen Abends bei mildem Wetter gab es Backwerk für Alle, Kinderpunsch für die Kleinen und Glühwein für die Großen. Damit setzte man sich an das flackernde Feuer und ließ den Abend gemütlich ausklingen.
Fritz Bierbaum

Lebendiger Adventskalender am 4.12.2015:

„Kommt, wir schauen in das Licht“. Unter diesem Motto haben die
Erzieherinnen um Friederike Trost von der KiTa St. Martin den
2. Lebendigen Adventskalender in Rintheim am vergangenen Freitag
geöffnet.

Und wir, die Besucher, zahlreiche Eltern und Großeltern, Freunde, Rintheimer ohne Anhang, schauten in strahlende Kinderaugen.
Die drei- bis sechsjährigen sangen, bewegten sich mit Lichtern in ihren Händen und führten, so ihr Lied, „Das Licht übers Land“.
Es war ein würdiger, feierlicher und fröhlicher Beginn des Rintheimer
Adventskalenders und durch die Kinder sehr lebendig.

„Und am Sonntag sehen wir uns in der Rintheimer Hauptstraße“, sagte ein kleiner Stepkes beim Abschluss mit einem Kinderpunsch in der Hand. Auf jeden Fall.

Herbert Antl

 

Freitagscafé vom 20.11.2015: Vortrag von H. Mohr zum Thema Lebensfreude

Zu unserer 2. Veranstaltung im Rahmen des Freitagscafés am 20. November 2015 konnten wir wiederum ca. 30 interessierte Gäste begrüßen.

Wer sich an diesem verregneten Nachmittag aus dem Haus gewagt hatte, wurde mit einem üppigen Kuchenbuffet belohnt, das auch gut frequentiert wurde.

So gut gestärkt waren dann alle Besucher ganz Ohr für den folgenden Vortrag zum Thema Lebensfreude. Der Referent Wilfried Mohr, Sozialpädagoge und Sozialtherapeut, verfügt über jahrelange Erfahrung im Bereich der Eheberatung und der Suchtberatung.

Lebensfreude, so Herr Mohr, ist im Gegensatz zum Glück, das man manchmal hat oder eben nicht, beeinflussbar. Um Lebensfreude empfinden zu können, braucht es eine bejahende Lebenseinstellung. Doch wie schafft man es, dahin zu gelangen?

Herr Mohr brachte uns die Mutmacher im eigenen Leben, wie z. B. die vorhandenen Fähigkeiten und Talente, wie auch die Miesmacher, wie z.B. das ständige Suchen nach dem „Haar in der Suppe“, näher. Wer immer mit sich hadert, hat eine eingeengte Wahrnehmung und lässt sich von negativen Gedanken bestimmen.

Unsere inneren Antreiber (Sei perfekt! Mach es allen recht! Streng Dich an!) verhindern, die eigenen Bedürfnisse ernst zu nehmen. Es ist wichtig, nicht den „Autopiloten“ übernehmen zu lassen, sondern bewusst und achtsam mit sich selbst und anderen umzugehen. Dazu gehört es dann auch, sich selbst einmal bewusst etwas zu gönnen.

Herr Mohr erteilte den gebannt lauschenden Zuhörern zum Schluss die Lizenz zum Genießen und brachte seinen interessanten Vortrag auf die Formel:

H=F3 Happiness = friends, fun, food

Maja Walther

Fotos von Irmgard Bierbaum:

 

Kulturveranstaltung vom 16. Oktober 2015
mit Werner Koczwara und Duo tête-à-tête

Chanson trifft Paragraph – von Marie Walther
Sie reisen gerne? Vor allem in gefährliche Länder, die weit weg sind? Wo die Sonne langsam im Meer untergeht und die schönsten Hotelzimmer warten? Dann sind Sie hier genau richtig, denn das alles hatten wir am 16.10.2015 im Gemeindesaal St. Martin. Das Kulturwerk Rintheim bot Wort und Gesang, Witz und Melodie und eben Urlaubsstimmung. Werner Koczwara präsentierte unter anderem die zehn unglaublichsten Fälle in der Geschichte des Reiserechts. Denn wenn das Land, das ach so gefährlich angepriesen war, sich als absolut harmlos herausstellt, kann man schon mal klagen. Genauso, wenn die Sonne auf Bali nicht wie gewünscht – langsam – untergeht, sondern einfach von einem auf den anderen Moment verschwindet. Das war so weder geplant noch abgemacht, da wird geklagt. Der einzig nachvollziehbare Grund, um sich auf das Reiserecht zu berufen lieferte ein Hotelzimmer, das weder Bett, noch Stuhl, Tisch, Schrank oder Fenster aufwies. Da bleibt das Urlaubsgefühl wahrlich auf der Strecke. Lust auf einen schönen Urlaub bei unseren Nachbarn aus Frankreich machte das Duo tête-á-tête. Chansons der Extraklasse, von Liebesliedern über Städtereisen nach Berlin und Amsterdam bis hin zu einer Hommage an Edith Piaf war zur großen Freude des fachkundigen Publikums alles dabei. Die Stimme von Uli Rollshausen ließ die Champs-Élysées vor dem inneren Auge erscheinen, untermalt durch das grandiose Klavierspiel von Christian Mauerer. Doch auch deutsche Chansons hatten sie in ihrem über 100 Lieder umfassenden Repertoire. Wenn juristisches Kabarett auf stimmgewaltige Chansons trifft, ergibt das einen klangvollen, kurzweiligen Abend, denn die beiden Komponenten ergänzen sich in ungeahnter Weise. Der Überleitung zwischen beiden Programmpunkten wurde durch Moderator Herbert Antl unterhaltsam gestaltet und zum Schluss durfte sich der ausverkaufte Saal über eine Zugabe seitens des musikalischen Duos freuen, die den heiteren Abend beschlossen.

Fotogalerie, zum Vergrößern Foto anklicken, blättern mit Pfeiltasten
Fotos von Maike Gollinger:

Kulturveranstaltung vom 17. April 2015: Krimilesung, Boogie-Woogie-Piano und Jonglage

Nicht alle Keulen kann man essenvon Marie Walther

Wenn kulinarische Krimierzählungen auf zu Boogie-Woogie wippende Füße treffen, garniert mit der Fingerfertigkeit von Jongleuren, dann sind wir beim Kulturwerk Rintheim. Der Abend des 17.04.2015 wartet mit einer köstlichen Mischung aus scheinbar nicht zusammenpassender Zutaten, die doch im Verlauf der Veranstaltung ihr Aroma entfalten und im Dunkel des Heimweges noch klangvoll nachschmecken.

Mit dem treffenden Vergleich des Programms mit einem Cabaret, das nämlich dem Wort nach eine Platte mit verschiedenstem Essen beschreibt, leitet Moderator Herbert Antl die Veranstaltung ein.

Das durchdacht zusammengestellte Menü des Abends beginnt mit den flinken Fingern von Luca Sestak, der mit dem ersten Lied das Piano und die Füße der Zuschauer zum Schwingen bringt. Mitklatschen und Mitwippen fügen sich ganz natürlich in den mitreißenden Rhythmus und leiten dann langsam über zur ersten Mordsgeschichte des noch jungen Abends. Die Schauspieler Farida Shehada und Gunnar Schmidt tischen uns den Tod eines Oberkellners auf, der durch den schlechten Einfluss eines Weichkäses, nämlich Büffelmozzarella, zu Tode kommt. In lebendigen Bildern zeichnen sich vor den Zuschauern Stühle und Tische im Restaurant ab, die Gäste sitzen gemütlich beim Essen und die Stimmung, die mit dem plötzlichen Todesfall auftritt, ist greifbar. Als die Auflösung verkündet und die klangvollen Stimmen verstummt sind, darf Jonathan vor das Publikum treten und den Zuschauern erneut den Atem nehmen. Seine Jonglierkünste mit Ringen begeistern jung und alt gleichermaßen. Musik und Mordsdelikatessen wechseln sich noch einmal ab, bevor in der Pause über den ersten Teil des Abends lautstark gesprochen wird. Manch Anwesender ist schon jetzt von dem überzeugt, was er oder sie da gehört und gesehen haben, und die Künstler können sich über viel Zuspruch bei ihren mitgebrachten CDs und Büchern freuen.

Gut zu wissen, dass da noch mehr kommt und man sich noch einmal in den Klängen des Pianos verlieren kann. Gut zu wissen, dass noch nicht alle Mörder überführt sind. Und schön zu sehen, dass Jonglage als Duett die Augen noch mehr zum Leuchten bringen kann. Like Birds, das sind Jonathan und Marek, zaubern zu basslastigen Klängen Keulenformationen in die Luft und zeigen damit, dass Keulen weitaus mehr sind als schmackhafte Beilage zu einem Mord.

Als der letzte Tod geschehen, der letzte Mörder überführt ist, greift Luca Sestak erneut vehement in die Tasten und verabschiedet die Zuschauer beswingt in die Nacht.

Wenn die Künstler anschließend von diesem Abend schwärmen, das Publikum loben und schon bald wieder dabei sein wollen, dann blicken wir auf einen Abend zurück, den das Kulturwerk Rintheim zu verantworten hat.

Fotogalerie der Veranstaltung, Fotos von Tina Kromer

Freitagscafé vom 6.3.2015: Vortrag von Fr. Dr. Leist „Unterwegs als German Doctor“

Am 06.März 2015 hatte das Kulturwerk zur ersten Veranstaltung des neuen Formats „Freitagscafé“ eingeladen.

Der Einladung folgten ca. 40 Gäste, die wir in den schönen, einladenden Räumlichkeiten der Christophorus-Kirche zunächst mit Kaffee und Kuchen bewirteten. Bei der reichlichen Auswahl ließ sich so mancher zu einem zweiten Stück Kuchen hinreißen.

Der folgende Vortrag von Dr. Angelika Leist nahm die Zuhörer von Beginn an mit. Durch Fotos verdeutlicht, berichtet die in Karlsruhe niedergelassene Ärztin über ihre unentgeltlichen Einsätze als German Doctor in den ärmsten Ländern der Welt. Sie investiert seit Jahren ihren Urlaub, um Menschen in Indien, Bangladesh und Afrika Zugang zu ärztlicher Versorgung zu verschaffen. Die Organisation der German Doctors, die sich überwiegend aus Spenden finanziert, praktiziert in Ambulanzen, ist aber auch über Land unterwegs per Auto, Pferd und sogar zu Fuß. Die Patienten leben größtenteils unter katastrophalen hygienischen Bedingungen. Schwere Erkrankungen wie Malaria, HIV-Infektionen und Dengue-Fieber sind leider an der Tagesordnung.

Aber auch die dort tätigen German Doctors haben für ihre bewundernswerte Arbeit schwere Voraussetzungen. Damit solidarisieren sie sich auch ein Stück weit mit ihren Patienten, denen sie zusammen mit einheimischen Helfern das Leben etwas erleichtern können.

Kraft für ihre schwierige Arbeit vor Ort schöpft Frau Dr. Leist aus positiven Erlebnissen, etwa wenn ein Frühgeborenes gerettet werden kann oder sie sich auf Safari auch die anderen, großartigen Seiten eines Landes ansehen kann.

Das Interesse an der Arbeit der Ärztin war groß unter den Zuhöreren, die Bewunderung für ihre Arbeit deutlich. Diese zeigte sich nicht zuletzt an der spontanen Spendenbereitschaft.

Vielen Dank an dieser Stelle an Frau Dr. Leist und an die Christophorusgemeinde für ihre Gastfreundschaft.

Flyer-Deckblatt

Fotos vom Freitagscafé:

 

Fotos vom 1. Lebendigen Adventskalender 2014:

 

Kulturveranstaltung vom 10.10.2014
mit Mr. Black und dem Huub Dutch Duo

Wäscheleinophon und Tauben im Jackett

Sie wollten schon lange ein Instrument erlernen? Möglichst kostengünstig in der Anschaffung und vermeintlich einfach zu bedienen? Dann ist das Wäscheleinophon für läppische 13,04€ genau das Richtige für Sie.

Bestehend aus einem Zementkübel, einer Wäscheleine und einen Besenstil ist es schnell aufgebaut und kann in Übungspausen auch als Kleiderständer genutzt werden. Jedoch ist bei der Anschaffung dieses Instrument zu beachten, dass es auf der ganzen Welt nur einen einzigen Lehrer gibt und zwar Huub [sprich Hüüb] Dutch [sprich Datsch]. Und dieser Lehrer ist schwer beschäftigt, denn er ist Teil des Huub Dutch Duos, dessen anderer Teil Chris Oettinger aus Baden-Württemberg ist. Sie meinen, Sie kennen die beiden nicht? Ja dann waren Sie wohl nicht am 10.10 in „Festspielhaus“ zu Rintheim und haben den Klängen von Wäscheleinophon, Klavier, Trompete und Schlauchtrompete gelauscht. Ich sage Ihnen – ein großer Fehler!
Bedenkt man außerdem, dass ein renommierter, international bekannter und charmanter Zauberer in Gestalt von Mister Black mit seiner Frau Ursula da war, dann ist es wirklich unverständlich, wie Sie sich diese Show haben entgehen lassen können. Wenn das Publikum mitklatscht, swingt und singt, um im Anschluss staunend wie Kinder zuzusehen, wie aus dem Nichts Tauben in den Händen des Magiers erscheinen, dann hatte das Kulturwerk Rintheim wieder seine Finger im Spiel. Die erste Veranstaltung unter Eigenregie des dieses Jahr neu gegründeten Vereins begeisterte Jung und Alt mit einer gelungenen Mischung aus Komponenten, die sonst nicht zusammen in Erscheinung treten. Mitreißende Musik gepaart mit Illusion vom Feinsten. Wie hat der das gemacht? Diese Frage haben sich alle gestellt, nachdem Mister Black aus vier Tauben mal eben zwei blütenweiße Zwergkaninchen gemacht hat oder einen Geldschein in eine Zitrone zaubert, der kurz zuvor noch im Geldbeutel eines Zuschauers steckte. Und was könnte schöner sein, als am Geburtstag auf die Bühne gebeten zu werden und zusammen Mister Black zu zaubern? Amelie durfte es ausprobieren und hat auf magische Weise einen zerschnittenen Faden wieder zu einem Stück werden lassen.
Der rote Faden im Auftritt des Huub Dutch Duos war neben den außergewöhnlichen Instrumenten und der locker spaßigen Art des Sängers, die Vertonung der Streiche von Max und Moritz. Denn wer kennt die beiden Lausbuben nicht, die Witwe Bolte um ihre armen Hühner erleichtern oder dem Onkel Fritz Käfer ins Bett setzten? Doch musikalisch aufgearbeitet und mit Wäscheleinophon und Klavier begleitet werden die gesungenen Streiche lebendig. Man sieht die Hühner in der Pfanne, Max und Moritz auf dem Dach, und wenn das Stück zu Ende ist, ist klar: Dieses war der erste Streich, doch der zweite folgt sogleich!
Am vergangenen Freitagabend ist deutlich geworden, dass Zauberei ganz und gar nicht angestaubt sein muss, denn sie bringt die Menschen zum Staunen und man fühlt sich wieder wie ein Kind, unwissend, aber wissbegierig. In jeder Sekunde des Abend war das Publikum voll dabei, unterstützte die Künstler und verlangte zum Schluss lautstark nach einer Zugabe, die das Huub Dutch Duo natürlich gerne gab. Und als um 23.30 Uhr der letzte Gast aufhörte zu klatschen, summte der Sound des Wäscheleinophons noch in den Ohren und auch wenn genau hingesehen wurde, war es immer noch rätselhaft, wo die Kaninchen herkamen und wo die Tauben hinverschwunden sind.

Marie Walther

Fotos von Bernadette Wozniak-Fink:

Fotos von Tina Gollinger:

Kulturveranstaltung Roland Maier und Acoustic Avenue vom 23.5.2014

Sollte Ihr Flyer für diese Veranstaltung in der Kruschtelschublade verschollen sein, dann haben Sie auf jeden Fall viel verpasst. Eine Mischung aus Musik und Kabarett, aus echtem Leben und traumhaften Songs hat sowohl die trainierten Lachmuskeln angestrengt, als auch den Liebhaber wahrer Instrumentenmeister beglückt.
Karl-Heinz alias Roland Maier und Acoustic Avenue haben am 23.05.2014 in Rintheim, bei der zweiten Veranstaltung des Kulturwerks Rintheim mit Unterstützung des Rintheimer Bürgervereins einen kurzweiligen Abend gestaltet. Roland Maier steht mitten im Leben und genau so sind auch seine Geschichten, direkt und ehrlich. So gibt er offen zu, dass seine Frau Ilse nicht wirklich aufräumt, wenn Besuch kommt, sondern alles, was rumliegt einfach in die Kruschtelschublade stopft. Diese Schublade wird von dem Moment an immer voller, in dem man sie besitzt. Denn was einmal darin verschwunden ist, wird nie wieder gesehen und sei es noch so wichtig. Aufräumen bedeutet also im Grunde verstecken.

Verstecken brauchte sich an diesem Abend allerdings niemand. Denn auch die Musiker von Acoustic Avenue bewiesen, dass man wirklich eine Straße nach ihnen benennen könnte. Jeder einzelne beherrschte sein Instrument auf allerhöchstem Niveau und so klang auch die Musik: Variantenreich, außergewöhnlich und unverwechselbar. Eine Musik, die sich nicht in den Vordergrund drängt, doch wenn man ihr eine Bühne gibt, bietet sie vom Mitwippen über das Tanzen bis zur traumhaften Entspannung alles. Kontrabass, Gitarre, Gesang und Keyboard genügen, um ein Publikum in seinen Bann zu ziehen und von sich zu überzeugen.

Die Abwechslung aus Musik und Kabarett machte den Abend locker, denn die Künstler gaben sich gegenseitig genau so viel Raum wie nötig. Nachdem der Zuschauer sich mit Ilse darüber aufregen musste, was ihr farbenblinder Mann denn heute schon wieder zur Arbeit anzieht, zogen die entstandenen Bilder bei der darauffolgenden musikalischen Darbietung vorbei und öffneten die Gedanken für neue Geschichten.

Eine Zugabe vom Feinsten, noch einmal herzlich lachen und in der Musik schwelgen. Auch am Ende des Abends war die Musik von Acoustic Avenue keinem Genre zuzuordnen, zu viele Facetten wurden gezeigt. Und eben diese wunderbaren Melodien beschlossen den launigen Abend.
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Fotos von Bernadette Wozniak-Fink:

Fotos von Tina Gollinger:

Kulturveranstaltung Harald Hurst und Volker Schäfer vom 11.10.2013

Will man etwas über seine Mitmenschen sagen, muss man ihnen zuhören. Luther nannte es: dem Volk auf’s Maul schauen.

Der badische Mundartliterat Harald Hurst würde das wohl so ausdrücken: d’Leut uf d’Labb gugge! So ähnlich hat er sich ausgedrückt an diesem Rintheimer Abend, als er mit sprachlichen Gedankenblitzen die badischen Menschen beschrieb und auch jene Zeitgenossen aufs Korn nahm, die nicht nur im Badischen beheimatet sind: die Schwätzer und Dauerredner, die nichts begreifen aber über alles reden. Sehr treffend bemerkte er zu deren unaufhörlichem Redeschwall ohne geistigen Tiefgang: „Hauptsach‘ d’Labb bewegt.“ So knapp und präzise kann man sich ausdrücken, wenn man es kann. Harald Hurst kann es, das hat er in vielen Gedichten und Prosastücken gezeigt, was auf seine Fähigkeit zurückweist, genau hinzuschauen.

Harald Hurst hat die 60 Jahre überschritten und war, wie er es sagte, „noch nie in Rinde.“ Das lag daran, dass ihn niemand eingeladen hatte. Nun gibt es seit kurzem das Kulturwerk Rintheim und zusammen mit dem alteingesessenen Bürgerverein Rintheim wurde diese Veranstaltung mit Harald Hurst und dem Gitarristen Volker Schäfer durchgeführt. Das Kulturwerk Rintheim hat sich zum Ziel gesetzt, Rintheim kulturell zu beleben und solche Veranstaltungen mindestens einmal, vielleicht auch zweimal im Jahr durchzuführen. Am Interesse mangelt es nicht. Über 200 Besucher, nicht nur Rintheimer, wollten sich die Premiere des Kulturwerks Rintheim nicht entgehen lassen. Die Initiative entstand, weil der Rintheimerin Monika Gollinger „zu wenig los“ war.

Kulturell. Sie fand Mitstreiter, Sponsoren, den Gemeindesaal St. Martin und die

Künstler. Und natürlich einen Namen: Kulturwerk Rintheim.

Harald Hurst war begeistert und fand sich angenehm widerlegt mit seiner Aussage: „“Ach, s’isch alles nix. S’sisch überall was.“ Ein Paradoxon mit tieferer Bedeutung, das man ändern kann, wenn man was tut.

Harald Hurst hat es verstanden, die Zuschauer über zwei Stunden hin zu unterhalten, ohne zu langweilen und das in einer Zeit, wo doch die Menschen nach wissenschaftlicher Behauptung nicht mehr länger als eine Minute und dreißig zuhören können.

Aber Harald Hurst war an diesem nachhaltigen Abend des Kulturwerks Rintheim nicht allein. Der Gitarrist Volker Schäfer war neben ihm auf der Bühne und zeigte Spielkunst und Spielfreude. Er parodierte die Beatles und spielte eigene Stücke und es machte viel Spaß, ihm beim leichten Greifen der schwierigsten Akkorde zuzuschauen. Aber über Musik zu reden ist wie ein erzähltes Mittagessen. Darum der Hinweis: Volker Schäfer gibt es mit seiner Gitarrenkunst auf CD und wer eine gute Gitarrenmusik liebt und diese hören will von einem Künstler, der wahrhaftig mehr als drei Griffe kennt, der greife zu. Es lohnt sich.

Und es lohnt sich auch, Harald Hurst mit mindestes einem Buch zu Haus zu haben. Wo man auch eine Seite aufschlägt, da ist es interessant. Und der Leser lernt auch einen besinnlichen Harald Hurst kennen in seinem Gedicht „Vater unser“, einen nachdenklichen in „Tandarei“ und einen melancholischen in der Francois Villon nachempfundenen „Ballade von den beweibten Zeiten“. Die hat er am Rintheimer Abend zwar nicht vorgetragen aber die Quintessenz seiner Beziehungen zum weiblichen Geschlecht hat er in dem Satz zusammengefasst: „Mein Verhältnis zu Frauen war eher ambulant als stationär.“ Es war nicht der einzige Lacher an diesem Abend. Mit lang anhaltenden Beifall bedankten sich die Zuhörer für diesen Abend und mit einer kleinen Zugabe verabschiedeten sich Volker Schäfer und Harald Hurst vom Rintheimer Publikum. „Es war schee in Rinte, und i komm gern wieder“, sagte Harald Hurst. Und damit war alles g’schwätzt für den Abend. Fast. Ein Versprechen musste noch an die Besucher abgegeben werden: das Kulturwerk Rintheim macht im Mai 2014 die nächste Veranstaltung

Herbert Antl

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